Navigation und Service

Donnerstag, 22. Februar 2018, 18.00 - 19.30 Uhr, Dresden

Vortrag und Gespräch

Widerstand aus der Kirche

Die Innere Mission in Sachsen im Visier der Stasi

Überwachung der Teilnehmer des Evangelischen Kirchentages 1983 in Dresden durch Inoffizielle MitarbeiterÜberwachung der Teilnehmer des Evangelischen Kirchentages 1983 in Dresden durch Inoffizielle Mitarbeiter Quelle: BStU, MfS, BV Dresden, Abt. VIII, Nr. 10990, Teil 2 von 5; Bild 99

Referentin: Bettina Westfeld (Historikerin)

Die Verfassung der DDR gewährte ihren Bürgern Religionsfreiheit. Dennoch geriet die Kirche ab den 50er Jahren in das Visier des Ministeriums für Staatssicherheit. Gläubige wurden als „Gegner des sozialistischen Aufbau[s]“ verhaftet, Einrichtungen wie Kinderheime, Altenheime oder Institutionen für Behinderte wurden zum größten Teil unter staatliche Obhut gestellt.

Trotzdem gelang es vor allem der evangelischen Kirche eine gewisse Autonomie gegenüber dem Staat und der Partei zu wahren. Durch den Besitz von eigenem Land war es ihr möglich, Schulen, Krankenhäuser und Heime für Pflegebedürftige zu betreiben. Die Akten aus dem Stasi-Unterlagen-Archiv zeigen jedoch, dass die Kirche diese Dienste unter den wachsamen Augen der Stasi leistete.

Bettina Westfeld beschäftigt sich intensiv mit der Geschichte der Inneren Mission und der Diakonie. Ihr Hauptaugenmerk liegt dabei auf Sachsen. In ihrem Vortrag berichtet sie über die Überwachung der evangelischen Kirche im Raum Dresden und den sich daraus ergebenden Widerstand. Dabei spannt sie einen zeitlichen Rahmen von Anfang der 50er bis zum Ende der 80er Jahre.

Der Eintritt ist frei.

Zeit Donnerstag, 22. Februar 2018, 18.00 - 19.30 Uhr

OrtBStU, Außenstelle Dresden
Seiteneingang "C"
Riesaer Straße 7
01129 Dresden

Veranstalter BStU, Außenstelle Dresden
Riesaer Straße 7
01129 Dresden
Telefon: (03 51) 25 08-0
Fax: (03 51) 25 08-34 19
E-Mail: astdresden@bstu.bund.de