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"Wir wollen raus!", "Rechtssicherheit statt Staatssicherheit", "Demokratie wann, wenn nicht jetzt!" – Dies forderten immer mehr die Menschen im Herbst 1989 in der DDR. Es war der Ruf nach grundlegenden Rechten – Menschenrechten, die von der DDR-Führung jahrzehntelang missachtet und von ihrer Geheimpolizei systematisch verletzt worden waren.

Die Forderungen auf Transparenten und Flugblättern hatten ein gemeinsames Ziel: Freiheit und Selbstbestimmung statt Willkür und Überwachung. Dies war das Ziel der Friedlichen Revolution 1989: Demokratie statt Diktatur.

Warum protestierten so viele Menschen im Herbst 1989 gegen den Parteienstaat und die Stasi? Was genau hatte den Alltag in der DDR so unerträglich gemacht? Warum hat es so lange gedauert, bis die Menschen für ihre grundlegenden Rechte auf die Straße gingen?

Die Geschichte der Menschenrechtsverletzungen in der DDR lässt sich 25 Jahre danach aus einem besonderen Blickwinkel nacherzählen – aus den Archiven des ehemaligen Ministeriums für Staatssicherheit. In den Unterlagen finden sich ungezählte Beispiele dafür, wie die Stasi im Auftrag der Staatspartei SED Menschenrechte außer Kraft setzte. Die Webseite "Demokratie-statt-Diktatur" gibt mit Originaldokumenten Einblick in Struktur und Handeln der Geheimpolizei.

Am Beispiel von zehn grundlegenden Menschenrechten geht es um den Alltag in der DDR. Das heißt: Zehn Berichte zu den Lebensumständen in der Diktatur, zehn Mal Information über die Methoden der Staatssicherheit, zehn einmalige Einblicke in das Archiv der Stasiunterlagenbehörde.
In der "Einführung" zu jedem Kapiteln geht es um die Bedeutung des einzelnen Menschenrechtes und wie sich das Handeln des Ministeriums für Staatssicherheit darauf auswirkte.

Unter "Stasi-Methoden" sind Strategien und Strukturen erklärt, die Menschen in der DDR an der Wahrnehmung ihrer Rechte hindern sollten. Hier wird deutlich, wie hauptamtliche Mitarbeiter und Spitzel jahrzehntelang in praktisch allen Bereichen des Alltags Menschenrechte verletzten.

Beispiele zum Nachlesen und Aktenstöbern finden sich unter der Rubrik "Aus dem Archiv". Dokumente, Bilder sowie Audio- und Videobeiträge zeigen aus erster Hand Denken und Vorgehen des MfS – gegen Menschenrechtsaktivisten in der DDR oder grundlegende Rechte der gesamten Bevölkerung.

Im Jubiläumsjahr 2014 sind die Forderungen der Demonstranten und damit die einzelnen Menschenrechte Thema von Bildungsangeboten und Veranstaltungen des Stasi-Unterlagen-Archivs. Jedes Kapitel der Webseite hält eine ständig aktualisierte Liste mit Angeboten für die kommenden Wochen bereit. Unter dem roten Navigationspunkt "Veranstaltungen" sind Informationen zu Diskussionen, Vorträgen, Archivführungen und vieles mehr abrufbar. Auf der Startseite führt eine Linksammlung zu weiteren Informationen zum 25. Jahrestag der Friedlichen Revolution.